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Wärmespeicherheizungen: neue Zukunft für bewährte Heiztechnik.

Die Wärmespeicherheizung steht in der Kritik.

Vorgaben aus der Politik wollen dem bewährten Nachtspeicher den Garaus machen. Das ist unverständlich, denn der Wärmespeicher kann im ökologisch sinnvollen Energiemix eine durchaus gewichtige Rolle beim Klimaschutz spielen.

Seit vielen Jahren sind Elektrospeicherheizungen ein bewährtes Heizsystem aus dem Bereich der  konventionellen Heizungsanlagen. Hohe Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit sind die Hauptgründe dafür, dass noch immer rund zwei Millionen Anlagen in Deutschland in Betrieb sind.

Aus der Politik jedoch sind teilweise andere Töne zu vernehmen - von einem Aufruf zum langfristigen Verzicht auf Speicherheizungen war zu lesen. Die Realität sieht anders aus: Ein Verzicht auf Wärmespeicher verspielt nicht nur Potenziale im modernen Energiemanagement, sondern vergibt auch leichtfertig Chancen beim Klimaschutz.  Bei der Stromerzeugung lassen sich derzeit zwei gravierende Veränderungen beobachten: Zum einen werden die Kraftwerkswirkungsgrade deutlich erhöht - die Stromerzeugung erfolgt effizienter und damit auch umweltfreundlicher als je zuvor. Zum anderen wächst der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix. Letzteres ist erfreulich, stellt die Stromversorger aber vor neue Probleme. Denn der steigende Anteil regenerativer Energien zur Stromversorgung verschärft die ohnehin bestehenden Bedarfsschwankungen im Netz zusätzlich.  

In den nächtlichen Schwachlastzeiten beispielsweise liegt der tatsächliche Strombedarf teilweise unter der Energiebereitstellung durch Windenergie. Sie bleibt hierzulande phasenweise ungenutzt und muss zu entsprechend schlechten Konditionen ins benachbarte Ausland verkauft werden. Neue Speicherkapazitäten wären gefordert, doch Großanlagen, etwa Pumpspeicherkraftwerke, sind nicht in Sicht.  

Stattdessen können schnelle und flexible Verfahren zum Lastenmanagement eingesetzt werden, um das wachsende Ungleichgewicht zwischen Strombedarf und Stromerzeugung auszugleichen - und hier spielt die Wärmespeicherheizung einen weiteren Vorteil aus: Sie kann nämlich nicht nur in Schwachlastzeiten, sondern auch in Starkwindzeiten mit überschüssiger Windenergie aufgeladen werden - ökologisch korrekt und ökonomisch sinnvoll.  

Doch die Wärmespeicherheizung kann noch weitere ökologische Vorteile ausspielen. Außer bei der Wärmeerzeugung mit Strom gibt es keine Heizungsart, die am Ort ihrer Anwendung die benötigte Wärme frei von allen Umweltbelastungen bereitstellt - und das bei einhundertprozentiger Nutzung des eingesetzten Stroms. Alle anderen Heizsysteme, die mit Holz, Kohle, …l oder Gas arbeiten, setzen bei verschiedenen Wirkungsgraden lokal sehr unterschiedliche Mengen von Feinstaub, CO2 und anderen Verbrennungsprodukten frei, die speziell in dicht besiedelten Gebieten zur Belastung beispielsweise der Atemwege führen können.
 

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